Lange Zeit wurde der Gedanke, dass man Spirituelle Intelligenz lernen kann, mit einem klaren Nein beantworte. Jedenfalls konnte man sich das nicht in dem Sinne vorstellen, in dem wir gewöhnlich das Thema Lernen verstehen. Menschen mit einer offenbar vorhandenen Spirituellen Intelligenz galten als Naturtalente. Wie sie dahin gekommen waren – keine Ahnung. Heute wird die Frage anders beantwortet. Spirituelle Intelligenz lässt sich lernen! Was dazu beiträgt erfahren Sie in diesem Artikel.

Spirituelle Intelligenz lernen – dieser Gedanke setzt mehrere Annahmen oder auch Bedingungen voraus.

  1. Wenn ich behaupte, dass ich etwas lernen kann, dann muss es zumindest möglich sein, einen Zustand vorher und Nachher zu beschreiben und zu bestimmen. Es erfordert also die Nötigkeit, dass ich einen Lernfortschritt genau beschreiben und messen kann.

  2. Die beschriebenen Lernfortschritte müssen sich generalisieren lassen und in vielen Settings gelten.
  3. Es braucht eine Klarheit, wie der Begriff Intelligenz verstanden wird. Denn nur mit einer klaren Definition wird es möglich sein, die Grundlage zu fassen, was mit Spiritueller Intelligenz gemeint ist. In jedem Falle muss der Begriff so umfassend beschrieben sein, dass auch innere Qualitäten aus dem emotionalen und spirituellen Bereich darin Platz haben.

SQ 21 – Ein Assessment zur Spirituellen Intelligenz

Das Assessment beschreibt einen derzeitigen Ist-Stand und auch einen Weg, um Spirituelle Intelligenz zu lernen. Sehr individuell wird hierbei dem, der diesen Test macht, eine Rückmeldung hinsichtlich der einzelnen Kompetenzen gegeben und zugleich ein individuell gestalteter Lern- und Entwicklungsweg beschrieben. 21 steht hierbei für 21 Grundkompetenzen, welche in der Summe den großen Bereich des spirituell intelligenten Handelns ausmachen. Alle Kompetenzen leisten einen Beitrag, um Spirituelle Intelligenz zu lernen. Die Grundkompetenzen gliedern sich in 4 Teilbereiche:

  1. Selbstwahrnehmung – die differenzierte Wahrnehmung des eigenen Ich und eines Selbst als spirituelle Größe (höheres Selbst)
  2. Meisterschaft im Umgang mit dem eigenen höheren Selbst
  3. Die Wahrnehmung durch andere – wie sie mich wahrnehmen, aber auch wie ich die Welt um mich herum wahrnehme (also der interpersonale Bereich)
  4. Die Meisterschaft im sozialen Sinne und die Fähigkeit, auch im Außen spirituelle Präsenz zu leben

4 Bereiche mit spezifischen Kompetenzen und Fähigkeiten, um Spirituelle Intelligenz zu lernen

Die einzelnen Themen sind der obigen Grafik zu entnehmen. Wie eng manche Fähigkeiten miteinander verbunden sind, wird schnell deutlich. Meisterschaft im Umgang mit dem eigenen höheren Selbst werde ich nur erlagen, wenn ich überhaupt einen Bezug dazu habe und in mir die Differenzierung zwischen Ego und Höherem Selbst wahrnehmen kann. Und um Werte und Wahrnehmungsperspektiven in anderen Menschen entdecken zu können, brauche ich selber ein Fundament, solche zu benennen und zu differenzieren. Auffallend ist, dass die Kompetenzen in der Summe aus diesen Intelligenzbereichen entstammen:

– physische Intelligenz: wir brauchen sie als geschärfte Wahrnehmung des eigenen Körpers und zum Arbeiten mit der Intuition

– kognitive Intelligenz: sie ist unerlässlich für ein sicheres Agieren z.B. im Zusammenhang mit Komplexität, Polaritäten, Widersprüchen

– emotionale Intelligenz: Im Kontext von Selbst- und Fremdwahrnehmung, von interpersonellen Fähigkeiten ein Fundament für das Handeln

– spirituelle Intelligenz als die Verbindung zum größeren Ganzen, zu einer Weisheit jenseits von Raum und Zeit.

SQ messen?

Das Assessment ist so aufgebaut, dass zu jeder der 21 Grundfähigkeiten Fragen gestellt werden. In 5 graduellen Abstufungen wird zu jeder Kompetenz der derzeitige Stand erfragt. Die Rückmeldungen zeigen diesen auf, beschreiben aber auch einen Weg für die eigene persönliche Weiterentwicklung. Vom Anfänger bis zum meisterlichen Umgang mit einer Fähigkeit kann so differenziert eine Rückmeldung gegeben werden. Letztlich geht es mit dem gesamten Test um eine Wegbeschreibung, bei der immer noch Raum für Entwicklung bleibt.

Beschrieben wird letztlich der Stand der Reifung der Persönlichkeit

Was im Laufe der Präzisierung des Test deutlich wurde  – er wurde mehrfach Validitätsprüfungen unterzogen und in den Kontext anderer Testverfahren gestellt – die ausgewählten Kompetenzen und auch die Entwicklungsfortschritte geben realistische Aufschlüsse hinsichtlich der Reifung der Person. Die Entwicklungstheorie der Persönlichkeit spricht seit Jahren davon, dass Menschen Stufen der Entwicklung durchlaufen. Und je mehr Stufen sie durchlaufen hat, um so eher ist sie in der Lage, sich erfolgreich in Komplexität zu bewegen und mit Flexibiltät auf sich wandelnde Umfelder zu reagieren. Die Assessments zeigen: ein solides Fundament im Bereich der Spirituellen Intelligenz geht einher mit einer gut entwickelten Persönlichkeit. Sie geht aber auch einher mit der Fähigkeit, sich mit Leichtigkeit in komplexen Situationen zu bewegen. Damit erweist sich das Assessment als ein geeignetes Instrument, um Menschen Impulse hinsichtlich des eigenen Wachstums an die Hand zu geben und ihnen Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen für ein Handeln in einer zunehmend komplexer werdenden Welt. Es zeigt aber auch, dass es nötig ist, sich mit dem Thema „Spirituelle Intelligenz lernen“ zu beschäftigen, wenn wir mehr und mehr Fähigkeiten aufbauen wollen für einen entspannten Umgang mit komplexen Situationen.

 

Lässt sich Spirituelle Intelligenz lernen, war die Ausgangsfrage. Ja, SQ lässt sich lernen. Doch solches Lernen ist weit mehr als ein kognitives Lernen. Es ist ein umfassendes Lernen der Persönlichkeitsbildung, das in jedem Falle Zeit braucht. Es ist ein Weg der eigenen Entwicklung, der in eine große innere Weite führt. Ein Weg, der lohnend ist!

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